Christoph Straeten, Straelen

Der Salat-Spezialist
Wer den Straetenhof in Straelen besucht, den umweht sofort der Duft frischer Kräuter. Und das sind immer mehr. Denn immer häufiger kommen die Geschäftspartner von Betriebsinhaber Christoph Straeten mit ihren Kunden zu ihm, um sich umzusehen und zu erfahren, wie angebaut wird, was sie verkaufen oder konsumieren. Dann erklärt der 32-Jährige geduldig, wie Salate, Gewürze und Gemüse auf seinem Hof herangezogen und geerntet werden. Da sind dann auch schon mal Straetens Englisch- und Holländischkenntnisse gefragt, denn mittlerweile finden seine Feldfrüchte auch den Weg in die Regale ausländischer Lebensmittelketten.
Dass der gute Ruf seiner Produkte auch über die Landesgrenzen reicht, liegt nicht nur an dem ausgeprägten fachlichen Können von Straeten und seiner Familie, sondern auch daran, dass der Landwirt ein besonderes Augenmerk dafür hat, was die Konsumenten verlangen. So hat er auch einen neuen Trend ausgemacht, den er umgehend in die Tat umgesetzt hat. Mit Baby-Spinat, Mini-Mangold oder Baby-Grünkohl baut er Gemüsesorten an, die sich ohne viel Vorbereitung direkt genießen lassen. Damit kommt er dem Anspruch entgegen, dass Essen heute oft im Vorbeigehen und bequem zuzubereiten sein soll. Was häufig mit einem leicht kritischen Unterton als Convenience-Food bezeichnet wird, verleiht er damit eine besondere Note im Bezug auf eine gesunde Ernährung.
Hinzukommen Ansprüche der Abnehmer, die über das eigentliche Produkt hinausgehen, etwa Umweltaspekte. Denen trägt Straeten dadurch Rechnung, indem er auf modernste Technik für die Ausbringung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln setzt. Damit er den Konsumenten gegenüber gewährleisten kann, dass sie unbelastete Lebensmittel erhalten, gehen während der Anbausaison zudem wöchentlich Proben von seinen Produkten ins Labor, wo sie auf Rückstände untersucht werden.
Im Sinne der Nachhaltigkeit hat somit das Thema Ökologie für ihn einen hohen Stellenwert. Genauso verhält es sich bei einem weiteren Nachhaltigkeitskriterium: der sozialen Verantwortung. Die rund 30 bis 40 Erntehelfer aus Polen und Rumänien kommen zum Teil schon seit Jahrzehnten auf den Betrieb. Ihnen will er einen „familiären Arbeitsplatz“ bieten, denn seiner Überzeugung nach konnten sich der Betrieb im Laufe der Jahre nur mit einem engagierten Team stetig weiter entwickeln.
 
Text: dlz-Redaktion; Fotos: Philipp Ledényi


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