Claudia Königsmann, Uetze

„Erst verschwindet, was hinten raus kommt, bevor ihr oben drauf sitzt“, klare Ansage zur ersten Reitstunde. Claudia Königsmann zeigt ihren neuen Schülerinnen bereitgestellte Schubkarren, Schaufeln und Besen. Alles kindgerecht neben dem Laufhof für die Pferde untergebracht. Schon zur zweiten Stunde funktioniert das ganz automatisch. Damit erfüllt sich schon ein Grundsatz ihres Mit-Mach-Hofes: Taten statt Worte.
Die studierte Landwirtin verband ihre Begeisterung für Landwirtschaft immer schon mit der Begegnung mit Menschen. Dafür war der Kauf einer alten Hofstelle ideal. Dort kann sie Kindergarten- und Schulklassen, die Gäste von Kindergeburtstagen, die Teilnehmer an Kräuterkursen und die Reitschüler an der Landwirtschaft teilhaben lassen, ohne die Kinder durch die Abläufe im landwirtschaftlichen Betrieb ihres Mannes zu gefährden. „Natürlich gehen wir aufs Kartoffelfeld oder in den Schweinestall außerhalb der Ortschaft Schwüblingsen Uetze. Das lässt sich gut in die Arbeiten eingliedern“, sagt die 47-jährige Reittrainerin. Denn, ihr kommt es darauf an die großen und kleinen Gäste mitmachen zu lassen. Beim Kartoffelroden, beim Ferkel verladen, bei der Herstellung von Kräutercremes, beim Basteln und Werken erklärt Claudia Königsmann warum das so ist und worauf es ankommt. Das setzt sich viel besser fest, als bloße Worte. Dabei erfährt sie große Synergieeffekte ihres weitreichenden Angebots. Mit den Schulklassen kommen Kindergeburtstage und daraus ergeben sich dann wieder Reitschüler, lautet die Erklärung. Dabei profitiert das ehemalige Stadtkind von dieser Erfahrung. „Ich weiß, wie ich sie ansprechen muss“.
 
Text: dlz-Redaktion; Fotos: Philipp Ledényi


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