Frank Scheurer, Trier

Neustarter

Vorbei an römischen Baudenkmälern durch eine Stadt, die vor mehr als 2.000 Jahren gegründet wurde, komme ich im Stadtrandgebiet von Trier auf dem Betrieb von Frank Scheurer an. Der hauptberufliche Feuerwehrmann begann seine Mutterkuhhaltung im Jahr 2002 mit zwei Limousin-Kühen Die Leidenschaft und die Liebe zu diesen Tieren entwickelte sich schon in seiner Kindheit auf dem Betrieb seiner Großeltern, sodass er sich im Alter von 30 diesen Traum erfüllte. Heute bewirtschaftet er den Betrieb, den er 5 Minuten vom Wohnhaus entfernt in der grünen Wiese aufbaute, im Nebenerwerb mit rund 28 Mutterkühen der Rasse Limousin und Nachzucht sowie rund 12 ha Land für den Futterbau.
 
Die weiblichen Tiere, ausgenommen die Mutterkühe, werden bis zu einem Alter von 1,5 bis 2 Jahren extensiv gemästet und im Winter geschlachtet. Je nach Anzahl der Kälber kauft er noch drei bis fünf  weibliche Tiere von anderen Betrieben zu, um die Nachfrage zu decken. Das Fleisch verkauft er an Stammkunden, die ihn über Mund-zu-Mund-Werbung und seine Homepage gefunden haben. Seine Kunden wissen Fleischqualität und Regionalität zu schätzen. „Wer einmal bei mir bestellt hat, bleibt auch dabei. Ich habe noch keinen Kunden wieder verloren“, berichtet er.
 
Da er hauptberuflich Feuerwehrmann ist, muss er seine Arbeit so effizient wie möglich gestalten. Dies geschieht zum einen über die saisonale Abkalbung im Winter und verschiedene Eigenbauten zum Beispiel zur Fütterung auf dem Betrieb. „Mit diesen Eigenbauten kann ich Arbeiten auch alleine erledigen“, erklärt Frank Scheurer stolz.
Für die Zukunft plant der Nebenerwerbslandwirt die Umstellung des Betriebs auf biologische Landwirtschaft. Dafür wird er die Zucht auf genetisch hornlose Tiere umstellen, da das Enthornen in der biologischen Tierhaltung immer mit Aufwand und Anträgen verbunden ist.
 
 
Text: Anneke Struck; Fotos: Ledényi


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