Matthias Fischer, Pfaffenhofen

 
Milchvieh und Lohnunternehmen

Matthias Fischer aus dem bayerischen-schwäbischen Pfaffenhofen übernahm schon früh Verantwortung. Im Milchviehbereich soll der Betrieb wachsen, sowohl in der Größe als auch in der Qualität.
Matthias Fischer ist Landwirt und Lohnunternehmer. Nach dem Tod des Vaters vor zwei Jahren übernahm der 32-jährige das Lohnunternehmen. 2009 war der Landwirt direkt nach der Lehre in die elterliche Milchviehhaltung eingestiegen, nachdem die Herde von 55 auf 136 Kühe aufgestockt wurde. Bei den Kühen sieht der Betriebsleiter auch seinen persönlichen Schwerpunkt. Lohnunternehmen und Milchviehhaltung  tragen jeweils zur Hälfte zum Betriebsergebnis bei. „Der Betrieb ist auf mehrere Standbeine aufgebaut: Milchvieh, Ackerbau und Lohnunternehmen. Der Vorteil ist, dass wir so geringe Marktpreise im einen Bereich meist durch höhere Marktpreise in einem anderen Sektor auffangen können“, erläutert er das Betriebskonzept. Und auch wenn alle Schwerpunkte mittelfristig einen Beitrag leisten müssten, betrachte er am Ende des Jahres das Gesamtbetriebsergebnis.  110 ha landwirtschaftliche Nutzfläche gehören zum Betrieb, davon sind 35 ha Grünland. Auf den Ackerflächen werden vor allem Mais, Dinkel und Gerste angebaut. Er kann sich vorstellen, den Ackerbau noch etwas auszudehnen.  Aber auch bei der Milchviehhaltung sieht der durchaus noch Potential. Rund 9800 kg pro Kuh und Jahr ermelken zwei Roboter auf dem Betrieb. „Wir wollen die Herde noch aufstocken, aber auch noch die Milch- und Lebensleistung der Tiere steigern. Ich denke, da haben wir noch Potential in der eigenen Nachzucht und im Grundfutter.“
Die Kapazitätsgrenzen im Stall sind bald erreicht, so dass Fischer vor allem über die Selektion wachsen will. Künftig verspricht er sich größere Chancen auf dem Zuchtviehmarkt. Die Voraussetzungen hierfür seien durch den Stallneubau geschaffen.
Zwei feste Mitarbeiter, eine Herdenmanagerin und ein Mitarbeiter im Lohnunternehmen unterstützen ihn. Im Lohnunternehmen werden außerdem Saisonkräfte eingesetzt.
Neben seiner täglichen Arbeit engagiert sich der Landwirt bei den Jungbauern. Dort ist er derzeit stellvertretender Vorsitzender im Bezirk Schwaben. Außerdem ist er als Vorsitzender der örtlichen Jagdgenossenschaft aktiv.
Welche Herausforderungen sieht der 32-jährige Betriebsleiter für seinen Betrieb: „Wir müssen unseren Betrieb für die Zukunft zu wappnen und uns möglicherweise auf einen Betriebsschwerpunkt konzentrieren.  Ich würde gerne die Milchviehhaltung weiter ausdehnen und wir müssten dann aber unser Programm im Lohnunternehmen zurückfahren.“ Es sein zudem nicht einfach motiviertes und qualifiziertes Personal für weitere Wachstumsschritte zu finden und dieses dann möglichst langfristig an den Betrieb zu binden.

 
Text: dlz-Redaktion; Bilder: Philipp Ledényi  



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