Michael Schubert, Weißenbrunn

Zurück zu den Wurzeln

An der Bier- und Burgenstraße im bayrischen Oberfranken bewirtschaftet Michael Schubert den Betrieb im Ort Weißenbrunn in der zehnten Generation. Alles begann 1658 als klassischer Gemischtbetrieb. Als Michael Schuberts Vater den Betrieb übernommen hatte, wollte er für den Betrieb neue Perspektiven schaffen und baute 1978 einen Bullenmaststall für 180 Tiere. 1986 stiegen sie schließlich in die Fresseraufzucht ein. Einschnitte wie die Beschränkung der Rinderprämien auf 90 männliche Tiere pro Betrieb, BSE und MKS ließen den jungen Landwirt umdenken.
 
Bei einem Besuch der EuroTier ist er durch Zufall mit der Geflügelhaltung in Kontakt gekommen und hat sich nach langen Überlegungen, Kalkulationen und Ideen dazu entschlossen, in diesen Betriebszweig einzusteigen. So baute er über die Jahre den alten Kälberstall und dann den Bullenstall für seine Legehennen um und hörte parallel mit der Bullenmast auf. Hinzu kam für die Direktvermarktung der Eier ein Hofladen. Seit 2007 hält er seine nun 4.800 Hühner in einem neuen Stall, der neben der Kompostanlage steht, die Michael Schubert auch noch führt.
 
Im Jahr 2009 bekam er die Chance, durch den Zukauf eines anderen Betriebs seine Flächen auszuweiten. Dabei waren auch Flurstücke, die für den Ackerbau nicht optimal genutzt werden konnten, so dass im selben Jahr die Mutterkühe der Rasse Angus (30 Stück) auf den Betrieb kamen. Jetzt sind es 55 Tiere inklusive Nachzucht. Sie werden im Sommer auf der Weide gehalten. Die Bullen zur Mast stehen in den Ställen auf dem Betriebsgelände. Gefüttert werden sie mit Schrot, Mais- und Grassilage. Die Tageszunahmen liegen bei der extensiven Mast bei 900 bis 1.000 g pro Tag. Am Ende werden sie nach rund 2,2 Jahren geschlachtet werden. Das Schlachtgewicht der U-Bullen liegt dann bei 370 bis 400 kg. Vermarktet werden sie über zwei Metzger als Weiderind Weideland Frankenwald.
 
 
Text: Anneke Struck; Fotos: Ledényi


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