Nadine Henke, Bruchhausen-Vilsen

Etwa 40.000 verkaufte Ferkel pro Jahr sind schon eine Hausnummer. Dafür leben auf dem Betrieb von Nadine Henke und ihrem Mann Heinrich 1250 Sauen. Broksersauen, so heißt das Unternehmen in Bruchhausen-Vilsen werden  Mastferkel für den regionalen Markt aufgezogen. "Wir haben uns auf Ferkelproduktion spezialisiert, weil  wir das können und es uns Spaß macht."
 
Die Tierärztin legt besonderen Wert auf die Gesundheit der Tiere und ihrem Wohlbefinden. Und das mit einem großen Ziel: "Ich möchte im Bereich der Ferkelproduktion zu den weltweit besten Betrieben gehören. Und zwar unter Berücksichtigung unserer Mitmenschen, des Tierschutzes und  der Umwelt."
 
Nadine Henke ist keine Landwirtstochter, stammt aber aus dem ländlichen Raum. Landwirtschaft und vor allem Tierhaltung hat sie immer schon interessiert. Ihr gefällt auf dem Betrieb auch der Umgang mit Menschen. Mit Schweinen umgehen zu können und zu wollen ist ein Auswahlkriterium für Mitarbeiter. "Auf das tolle Team, das super Betriebsklima  und  die gute Arbeitsorganisation bin ich sehr stolz", sagt die 35-Jährige. Kann sie auch, denn diese anzuleiten, zu führen  zu schulen und weiterzubilden sind nur wenige Punkte neben Bestandsbeobachtung, Ferkelaufzucht, Abferkelstall und Buchführung, auf der Aufgabenliste der zweifachen Mutter. Trotz hoher hygienischer Ansprüche schafft es Nadine Henke ihren Stall für Besucher zu öffnen.
 
Anderen ermöglicht sie den Blick hinter die Kulissen über den betriebseigenen facebook-account oder durch Auftritte bei Stallbesuch.de. Auch in den Aktionen "Frag doch mal den Landwirt" und "Wir machen Euch satt" steckt jede Menge Henke drin. Eine engere  Zusammenarbeit mit den Schulen in der Region strebt sie an. Damit will die Ferkelproduzentin  der deutschen Landwirtschaft wieder ein Gesicht geben. "Es stehen Menschen, Familien, Existenzen hinter den Betrieben und keine Tierquäler und Umweltverschmutzer."

 
Text: dlz-Redaktion; Bilder: Philipp Ledényi



BILDERGALERIE Nadine Henke
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