SELEGGT GmbH

Partner der Kategorie Geflügelhalter

Ausgangslage
Pro Jahr werden allein in Deutschland rund 45 Millionen männliche Küken der Legehennenrassen getötet, weil sie keine Eier legen und es unwirtschaftlich ist, die Tiere zu mästen.
Das deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat durch Fördergelder universitäre Grundlagenforschungen finanziert mit dem Ziel, praxistaugliche Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei zu entwickeln um so das Töten männlicher Küken zu beenden.

Über die SELEGGT GmbH
Die SELEGGT GmbH wurde im März 2017 als Joint Venture der REWE Group, einem der größten deutschen Handels-Unternehmen und dem führenden holländischen Brütereitechnologie-Unternehmen HatchTech in Kooperation mit der Universität Leipzig gegründet.
Die SELEGGT GmbH hat das Ziel, die Grundlagenforschung der Universität Leipzig zur endokrinologischen Geschlechtsbestimmung von Bruteiern so weiterzuentwickeln, dass praxis-reife Lösungen entstehen, die in einem möglichst breiten Umfang Anwendung finden. Dadurch kann zukünftig auf das Töten von männlichen Küken verzichtet werden.

Das SELEGGT Verfahren
Bei dem SELEGGT Verfahren werden die neun Tage bebrüteten Bruteier aus dem Vorbrutschrank entnommen und geschiert.
Bei den befruchteten Eiern wird mit Hilfe einer feinen Injektionsnadel eine minimale Menge der Allantoisflüssigkeit entnommen – noch bevor ein mögliches embryonales Schmerzempfinden entsteht. Der Tropfen Flüssigkeit wird außerhalb des Bruteies auf einen patentierten Marker gegeben. Durch einen Farbumschlag zeigt dieser an ob es sich um ein weibliches oder männliches Brutei handelt.
Im Anschluss werden die männlichen Bruteier aussortiert. Die weiblichen Bruteier gelangen zurück in den Brutschrank.
Am 21. Bruttag schlüpfen nur noch weibliche Küken.

Das SELEGGT Verfahren hat eine sehr hohe Bestimmungsgenauigkeit und keinen negati-ven Einfluss auf die Entwicklung des Embryos zur Legehenne.
Bereits seit Herbst 2017 wird das SELEGGT Verfahren unter üblichen Praxisbedingungen in einer Brüterei umfangreich und erfolgversprechend getestet.

Die Verwendung von männlichen Bruteiern
Dank des SELEGGT-Verfahrens können die männlichen Bruteier der Legerassen noch weit vor dem Schlupf aussortiert werden. Deshalb findet kein Kükentöten mehr statt.

Am 9. Bruttag werden die unbefruchteten sowie die männlichen Bruteier gemeinsam aussor-tiert. Dies sind ca. 55 % der zuvor in den Brutschrank gelegten Bruteier. Die aussortierten Eier werden unmittelbar mit Hilfe eines technologischen Verfahrens zu einem hochwertigen Ergänzungsfuttermittel (Bruteipulver) verarbeitet. Die wertgebenden essenziellen Inhaltsstof-fe des Bruteipulvers erlauben zukünftig einen effizienten Einsatz im Aufzuchtfutter für Jungtiere. Die männlichen Bruteier erhalten in Form des Bruteipulvers einen wirtschaftlichen Mehrwert und können in die Futterrezepturen von Nutztieren sinnvoll integriert werden.

Mehr Informationen unter:
www.seleggt.de