Ringelschwanz und Gruppensäugen
Den Betrieb in den Vollerwerb zurückführen und die Ställe nach Tierwohlvorgaben um- beziehungsweise neu bauen: Dieses Ziel hat Alexander Nienhaus nach der Übernahme des elterlichen Betriebs im nordrhein-westfälischen Raesfeld in die Tat umgesetzt. Der 30-Jährige bewirtschaftet heute einen 75 ha großen Betrieb mit 230 Sauen inklusive Ferkelaufzucht nach Neuland-Richtlinien, also besonders artgerecht und umweltschonend. Die Tiere werden GVO-frei gefüttert, behalten ihren Ringelschwanz, stehen auf Stroh, haben reichlich Platz und Auslauf. Das auf dem Acker angebaute Getreide und Mais wird an die eigenen Schweine verfüttert und das Stroh zum Einstreuen der Ställe genutzt. Etwas nicht Alltägliches hat der junge Landwirt in seinem neuen Sauenstall zu bieten: eine Kombination aus Gruppensäugen mit Stroh und Auslauf. Mithilfe der selbst entwickelten Abferkelbuchten für das freie Abferkeln gelingt es ihm, die Saugferkelverluste auf dem Niveau einer fixierten Abferkelbucht zu halten. Bei fünf Wochen Säugezeit sind 30 abgesetzte Ferkel je Sau und Jahr das angestrebte Ziel.
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