
Theresa Ungru aus Hörstel ist Landwirtin des Jahres 2026. Bei der „Nacht der Landwirtschaft“ im KOSMOS in Berlin gewann sie am Mittwochabend sowohl den Gesamttitel des CERES AWARD als auch die Kategorie Unternehmerin.
Zum 13. Mal wurden im Rahmen des CERES AWARD herausragende Landwirtinnen und Landwirte ausgezeichnet – darunter die „Landwirtin des Jahres“ und sieben Kategoriensieger. Über 300 Gäste aus Bundes- und Landespolitik, Wirtschaft und Verbänden sowie die besten Landwirte aus Deutschland und Österreich versammelten sich dafür im KOSMOS in Berlin. Dort wurden alle 21 Finalistinnen und Finalisten auf großer Leinwand präsentiert und für ihre beeindruckenden Leistungen gewürdigt. Mit der Auszeichnung von Theresa Ungru geht der Titel „Landwirtin des Jahres“ nach Nordrhein-Westfalen. Sie ist die dritte Frau, die diese höchste Ehrung der deutschen Landwirtschaft erhält.
Die Jury würdigte die Konsequenz, mit der sie Tierwohl, Ackerbau, erneuerbare Energien und regionale Verantwortung zu einem zukunftsfähigen Betriebskonzept verbindet. Als Gesamtsiegerin erhält Ungru ein Preisgeld von 20.000 Euro. Zusätzlich erhält sie 1.000 Euro als Siegerin der Kategorie Unternehmerin.
Landwirtin des Jahres mit Rückenwind
Theresa Ungru leitet seit 2012 den Familienbetrieb Hof Ungru in Hörstel-Dreierwalde. Der Veredlungsbetrieb verfügt über knapp 2.000 Mastplätze und 110 Hektar Ackerfläche. In der Schweinemast arbeitet Ungru mit einem eigenen Tierwohlkonzept und dem ITW-Standard der Stufe 2. Um Starkregen und Dürrephasen gut zu überstehen, setzt Ungru auf regenerativen Ackerbau.
Zusätzlich ist Ungru Mitgeschäftsführerin zweier Bürgerwindparks mit 18 Windkraftanlagen, die Strom für etwa 30.000 Haushalte produzieren. Außerdem trieb sie die Gründung des Bürgerenergieverbunds Steinfurt maßgeblich voran. Diese Netzwerkplattform vertritt elf Bürgerwindparks aus dem Kreis Steinfurt mit 84 Windkraftanlagen und rund 3.500 direkt beteiligten Bürgerinnen und Bürgern.
Theresa Ungru fasst ihr unternehmerisches Prinzip so zusammen: „Stillstand ist Rückschritt.“
Das sagt die Jury
„Stillstand ist Rückschritt“ ist das Motto von Theresa Ungru und deshalb entwickelt sie ihren Betrieb kontinuierlich weiter. Sie verbindet hohe Tierwohlstandards in ihrer Schweinemast mit 2.000 Plätzen mit unternehmerischem Engagement als Geschäftsführerin regionaler Bürgerwindparks.
Die Gesamtjury bestand aus Anke Fritz und Simon Michel-Berger (agrarheute), Dr. Klaus Hollenberg (Landwirtschaftliche Rentenbank), Susanne Schulze Bockeloh (Deutscher Bauernverband) und Sylke Herse (Landwirtin des Jahres 2025).